terça-feira, novembro 06, 2007

Bettens-Schwartzkopff: Der Judo-Pionier

Bettens-Schwartzkopff: Der Judo-Pionier
Gründer der Borsteler Sparte mit 6. Dan geehrt / Als der Olympia-Traum platzte / Eine Liebesgeschichte / Fallschirmspringer

BORSTELDie Entstehungsgeschichte der Judosparte des TSV Borstel ist im Kern eine Liebesgeschichte: Mark Bettens, junger Offizier eines Flämisch­Nordbelgischen Fallschirmspringer-Regiments, schloss während eines Urlaubs Bekanntschaft mit einer Bremerin.
Sie heirateten schließlich und ließen sich in Borstel nieder, denn Ehefrau Thora Schwartzkopff unterrichtete Sport an der Realschule Verden. So gründete der in der nähe von Antwerpen aufgewachsene Sohn eines Flämische Panzeroffiziers 1992 die Judosparte des TSV Borstel. Der inzwischen 67-Jährige hat sich schon von Jugend an den aus Fernost impor-
"Lust an Bewegung
vermitteln…"
tierten Kampfkünsten verschrieben.
Über Karate und Jiu-Jutsu kam er zum Judo, wo er es auf über 100 Länderkämpfe brachte. 1964 stand er sogar auf dem Sprung in den Olympiakader für Tokio, was die Krönung seiner Karriere gewesen wäre - doch ein Schlüsselbeinbruch zerstörte alle Hoffnungen aufs Ticket zur Wiege dieser Zweikampf- und Selbstverteidigungssportart. "Passiert ist es beim Training mit dem damaligen japanischen Meister. Es war ein Koga-Seo-Nage, ein Schulterwurf. Es tut mir gelegentlich noch heute weh", berichtet Mark Bettens-Schwartzkopff.
Die Verletzung kühlte die Leidenschaft fürs Judo indes kaum ab. "Jugendliche müssen sich austoben und auf diese Weise einen inneren Ausgleich finden. Dafür und für die Persönlichkeitsbildung sowie Stärkung der Selbstdisziplin ist Judo sehr gut geeignet", versichert der Spartenleiter, der sich außerdem als Trainer betätigt.
Der Verein hat schon etliche Kreismeister hervorgebracht, doch solche Meriten sind für Bettens-Schwartzkopff allenfalls Nebensache. Hauptziel ist das Breitensportangebot. "Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit vorm Computer. Der Lust an Bewegung ist gleich null. Das bestätigt mir meine Frau aus ihrer Erfahrung als Sportlehrerin. Uns geht es daher vor allem darum Spaß an der Bewegung und Freude am Judosport zu vermitteln."
Also engagiert sich Bettens-Schwartzkopff seit einigen Jahren auch vereinsübergreifend. So war er von 1997 bis 2006 Sportreferent Männer im Bezirksfachverband, zuletzt auch als Vertreter des Bezirksvorsitzenden. 1998 übernahm er für einige Jahre den Posten des 2. Vorsitzenden im Kreisfachverband Verden­Osterholz-Rotenburg.
Über 20 Jahre ist Bettens-Schwartzkopff auch aktiv im Deutschen-Dan­Kollegium (DDK), Verband von Lehrern und Meistern im Budo. Hier ist er seit Mai Lehr- und Prüfungsreferent. Auf Vorschlag von Klaus Glahn (9. Dan und Deutschlands erfolgsreichster Judoka) wurde Bettens-Schwartzkopff mit dem
Tijl und Nele in
Vaters Fußstapfen
6. Dan im Judo geehrt. Urkunde und Gürtel wurden beim Dan-Tag in Blankenheim (Eifel) von Präsident Dieter Teige (9. Dan) ausgehändigt. Somit ist der Borsteler alleiniger Träger des Rot-Weißen Gürtels Judo in der Region. Dieser Meistergrad ist sehr selten, die Träger sind im "Großmeister-Kollegium" vereint.
Bettens-Schwartzkopff ist weiterhin Trainer in seinem Club und leitet darüber hinaus Lehrgänge für Kinder in der Jahnschule Verden und der Ganztagsschule Kirchlinteln. Sehr zur Freude des stolzen Vaters haben sich auch die Kinder Tijl (23) und Nele (21) dem Judo verschrieben. Tijl, der ebenfalls ein guter Handballer ist, trägt den Ersten Schwarzgurt, seine Schwester den Braunen Gürtel.
[01.11.2007]

FONTE: Thedinghäuser Zeitung - Germany

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